So sieht ein Tradingfloor aus

Börsenparkett nennen es die Österreicher, Criée nennen es die Franzosen und Trading Floor heißt das glatte Parkett der Börsen in Großbritannien und den USA. Gemeint ist aber immer das Gleiche, nämlich ein Platz, an dem mit Aktien und Wertpapieren gehandelt wird. Zu festgesetzten Börsenzeiten versammeln sich die Börsianer und die sogenannten Skontoführer auf dem Tradingfloor, […]

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Börsenparkett nennen es die Österreicher, Criée nennen es die Franzosen und Trading Floor heißt das glatte Parkett der Börsen in Großbritannien und den USA. Gemeint ist aber immer das Gleiche, nämlich ein Platz, an dem mit Aktien und Wertpapieren gehandelt wird. Zu festgesetzten Börsenzeiten versammeln sich die Börsianer und die sogenannten Skontoführer auf dem Tradingfloor, um im Namen ihrer Kunden zu kaufen und zu verkaufen.

Vom Börsenparkett zum Tradingfloor

Noch vor 200 Jahren war das Börsenparkett ein Ort, an dem sich Gentlemans getroffen haben, um Geschäfte mit Aktien zu machen. Die Gentlemans spazierten im Gehrock mit Zylinder und einem eleganten Gehstock durch die Börse und wenn gekauft oder verkauft wurde, dann wurde das mit Handschlag besiegelt. Mit dem Tradingfloor der heutigen Zeit haben die Börsenparkette von einst nichts mehr zu tun, denn der Börsenhandel von heute ist schnell und vor allem laut. Der Parketthandel in seinem ursprünglichen Sinn wird immer mehr von Systemen verdrängt, die computergesteuert arbeiten. Gehandelt wird mit elektronischen Orderleitsystemen wie zum Beispiel Xetra, die alle Aufträge der Banken ohne Umwege direkt an die Börse und damit an die Skontoführer weiterleiten.

Feste Zeiten – mehr Informationen darüber

Auch wenn es zwischen dem Börsenparkett von damals und dem Tradingfloor von heute sehr viele Unterschiede gibt, was allerdings geblieben ist, das sind die fixen Handelszeiten. In Europa wird von 9:00 Uhr bis 14:30 Uhr gehandelt, dann ist der Handelstag beendet. Alles, was nachbörslich geschieht, das übernimmt der Computer. Wie wichtig Computer in der heutigen Zeit sind und wie schnell große Börsen überflüssig werden, das zeigt die Schließung der Börse in Frankfurt am Main, die am 20. Mai 2011 geschlossen wurde. In Österreich kam dieser Zeitpunkt noch viel eher, denn der Parketthandel wurde 1997 eingestellt. Heute sind es mehr die regionalen Börsen, die versuchen, die Nischen zu füllen und viele dieser kleinen Börsen sind gut im Geschäft. Wer mehr Informationen darüber benötigt, der sollte sich im Internet umsehen, wo sich sehr viele Seiten mit dem Thema Trading, Börsenhandel und Tradingfloor beschäftigen.

Die wichtigsten Handelsplätze

Nach wie vor ist die New Yorker Börse der wichtigste Tradingfloor der Welt, aber auch die Börsen in Asien werden für den weltweiten Handel immer bedeutender. In Europa ist der Tradingfloor in London die beste Adresse, jedoch vermuten viele Händler, dass London nach dem Brexit seine Bedeutung als Handelsplatz verlieren wird. Vielleicht wird sich das Geschäft nach Deutschland, vielleicht aber auch in die Schweiz verlagern, denn beide Länder sind interessante Handelsplätze auf dem Weltmarkt.