Was ist Kreativwirtschaft oder Creative Industries?

Es wird soviel von Kreativwirtschaft und Creative Industries geredet. Was ist das eigentlich? 2006 zählten mehr als 10 Prozent der österreichischen Unternehmen zur Kreativwirtschaft. Über vier Prozent aller unselbstständig Beschäftigten der gesamten Wirtschaft waren 2006 in der Kreativwirtschaft tätig. Die Betriebe erwirtschafteten mehr als drei Prozent der gesamten Erlöse und Erträge sowie fünf Prozent der […]

Es wird soviel von Kreativwirtschaft und Creative Industries geredet. Was ist das eigentlich?

2006 zählten mehr als 10 Prozent der österreichischen Unternehmen zur Kreativwirtschaft. Über vier Prozent aller unselbstständig Beschäftigten der gesamten Wirtschaft waren 2006 in der Kreativwirtschaft tätig.

Die Betriebe erwirtschafteten mehr als drei Prozent der gesamten Erlöse und Erträge sowie fünf Prozent der Bruttowertschöpfung. In Österreich hat die Kreativwirtschaft, abgesehen von den Beschäftigen, damit sogar
einen höheren Stellenwert als der Tourismus. Und dies, obwohl Österreich ein klassisches Tourismusland ist.

Der hochkreative Kernbereich der Kreativwirtschaft besteht aus folgenden Sektoren:

  1. Design (Grafik, Web-Design, Industriedesign, Textil-, Schmuck-, Möbeldesign etc.)
  2. Content (Film, Literatur, Journalismus, Komposition, Schauspielerei, Texterstellung, Übersetzung)
  3. Architektur (inkl. Landschaftsplanung, Bauplanung)
  4. Werbung (inkl. PR-Beratung und Marktforschung)
  5. Software (Programmierung, ohne Web-Design, inkl. Datenbankdienste etc.)
  6. Verlag/Druck (inkl. Vervielfältigung von Ton-, Bild-, und Datenträgern)
  7. Technische Büros (Planung für Nichtbaubereiche, inkl. F&E-Dienstleistungen)
  8. Beratung/Training (Unternehmensberatung, Coaching, Erwachsenenbildung)

Quelle:
3. Österreichischer Kreativwirtschaftsbericht, Daten: KMU Forschung Austria